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Von einem Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Markt Kaufering bekommt die Bevölkerung nur noch wenig mit. Das liegt vor allem daran, dass es in Kaufering keine einzige Sirene mehr gibt, die bei einem Alarm anspringt, sondern den sogenannten "stillen Alarm", der über spezielle Funkmeldeempfänger bei den Feuwehrleuten ankommt. Aus diesem Grund ist es den meisten Bürgern auch unverständlich, wenn sie ein etwas schneller fahrendes Auto sehen, das gerade an ihnen vorbeifährt. Aus diesem Grund besitzt jeder Feuerwehrmann/-frau einen gelben Dachaufsetzer welcher in diesem Beitrag abgebildet ist.

Natürlich können diese Schilder nicht Blaulicht und Martinhorn ersetzen - und das sollen sie auch nicht. Sie sind lediglich eine Information, die klar machen soll, welches Ziel der Pkw hat. Ohne diesen Hinweis ist ein Feuerwehrmitglied im Einsatz kaum als solcher zu erkennen. Wenn Sie einen Pkw mit einem solchen Dachaufsetzer (die auch z. B. beim Rettungsdienst eingesetzt werden) sehen, können Sie dem Retter helfen. Und zwar in dem Sie ihm zum Beispiel freiwillig die Vorfahrt gewähren oder dem Fahrzeug auf andere Art und Weise freie Bahn schaffen. Bitte signalisieren Sie das deutlich, mit Handzeichen und ggf. Blinker (sofern Sie rechts ranfahren). Bitte reagieren Sie nicht überhastet - ein solches Entgegenkommen Ihrerseits darf nur durchgeführt werden, wenn es die allgemeine Verkehrslage zulässt und niemand gefährdet wird. Verpflichtet sind Sie dazu nicht. Doch bitte bedenken Sie: das nächste Mal warten vielleicht Sie dringend auf die Hilfe der Feuerwehr...

 
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Nur mal eben gucken

Gaffer behindern oftmals die Arbeit der Feuerwehrleute: Zuerst wurde das Auto auf der Gegenfahrbahn der Autobahn immer langsamer, dann blieb es fast stehen. "Ich wollte doch nur mal gucken, was da drüben los ist!", denken sich viele.

Und da ist es auch schon passiert. Ein folgeschwerer Auffahrunfall auf der Überholspur der Gegenfahrbahn. Der Hintermann des Gaffers kommt nicht mehr rechtzeitig zum Stehen und fährt mit hoher Geschwindigkeit in das Heck seines Vordermanns. Nun hat die Feuerwehr alle Hände voll zu tun ...

Dass jemand ganz anhält ist eher die Ausnahme, aber Abbremsen und Rüberschauen kommt aber in ganz Deutschland bei nahe zu jedem Einsatz vor. Es ist ein ganz normales Phänomen. Dabei beobachtet man auch das ein oder andere gefährliche Bremsmanöver durch derartige Verhaltensweisen.

Vom Gaffer zum Angeklagten

Wer sich so verhält, riskiert nicht nur mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung belegt zu werden. Wenn es zum Unfall kommt, entscheidet meist das Gericht über die Strafe und Mitschuld. In erster Linie soll aber eine erneute Kollision vermieden werden. Meist winken Beamte der Polizei den Gegenverkehr zügig durch. Bei schweren Unfällen aber wird jeder Mann/Frau benötigt und letztlich kann nur noch an die eigene Vernunft der Verkehrsteilnehmer appeliert werden.

Diese Vernunft ist aber auch von den Fahrern hinter einer Unfallstelle gefragt. Sollten alle Spuren dicht sein, ist eine Rettungsgasse zu bilden, sodass nachrückende Einsatzfahrzeuge eine sichere und schnelle Anfahrt haben. Sollte eine Spur trotz Unfall weiter frei befahrbar sein, gilt dasselbe, wie bei Fahrern auf der Gegenfahrbahn. Es soll zwar langsam, aber kontinuierlich an der Unfallstelle vorbei gefahren werden. Sollte es einen weiteren Auffahrunfall auf der noch bleibenden freien Spur geben, so wird die gesamte Autobahn gesperrt und das zum Leid aller im Stau stehenden Verkehrsteilnehmer. Ebenso wird darum gebeten, im Auto sitzen zu bleiben. Für später anfahrende Rettungsfahrzeuge bilden Personen auf der Fahrbahn oft ein unangenehmes Hindernis.

Bei allen Einsätzen gilt das Tabu des Stehenbleiben und Zuschauens. Die Neugierde an sich ist in allen Fällen nichts Verwerfliches, jedoch sollte ein sogenannter "Katastrophentourist" die Einsatzkräfte behindern, kann das unangenehme Folgen (s.o.) haben.

Um die Einsatzkräfte zu unterstützen und Ärger mit den Rettungskräften und der Polizei zu vermeiden, befolgen sie bitte umgehend die Anweisungen der genannten Personen. Achten sie auch bitte darauf, dass:

  • Zufahrten und Einsatzstellen für die Einsatzfahrzeuge befahrbar bleiben.

  • die Arbeiten an der Unfall- oder Brandstelle durch ausreichend Sicherheitsabstand nicht behindert werden.

  • Sie sich nicht selbst durch zu geringen Sicherheitsabstand in Gefahr bringen.

  • Sie als Autofahrer/in auf der Autobahn eine "Rettungsgasse" bilden - das ist wichtiger, als nachzuschauen, was da vorne los ist.

Und bitte Denken sie immer daran: Möchten Sie in einer Situation der Notlage von anderen begafft werden, oder länger als nötig auf die Rettungskräfte warten müssen?

 
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Es geht schnell: Die Pfanne oder den Topf mit dem Fett oder Öl auf dem Herd vergessen, schon brennt der Inhalt des Kochgefässes. Doch wer jetzt versucht mit Wasser zu löschen, riskiert sein Leben.

Das Problem: Das Wasser verdampft in dem heißen Fett schlagartig. Dabei wird das brennende Fett mit dem Dampf in einem gewaltigen Feuerball aus dem Topf gerissen. Diese so genannte Fettexplosion erfasst die gesamte Umgebung, fügt Personen im Umfeld schwere oder gar tödliche Verletzungen zu. Und zudem wird die Brandausbreitung unter Umständen auch noch beschleunigt.

 

Fettbrand - was tun?

  • Warnen Sie sofort Ihre Mitbewohner!

  • Rufen Sie unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112)!

  • Sofern vorhanden: Setzen Sie einen Fettbrand-Feuerlöscher (Klasse F) ein (ABC-Pulverfeuerlöscher oder Kohlendioxid-Löscher sind nur bedingt geeignet.)

  • Alternativ können Sie mit einer langen Grillzange den passenden Deckel auf einen brennenden Topf aufsetzen.

  • Alternativ können Sie eine Löschdecke einsetzen.

  • Für alle Löschversuche gilt: Gehen Sie kein Risiko ein. Bei einer starken Rauchentwicklung oder fortgeschrittenen Brandausbreitung verlassen Sie den Raum, schließen Sie die Tür (nicht abschließen!) und warten Sie auf der Straße auf das Eintreffen der Feuerwehr. Geben Sie sich als Bewohner zu erkennen und weisen Sie den Einsatzleiter in die Situation ein.

 
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Merken Sie sich dieses Symbol (siehe rechts): Überall dort, wo Sie dieses Zeichen sehen, finden Sie einen Feuerlöscher. Unter Umständen finden Sie in einigen älteren Gebäuden auch noch das frühere Zeichen zur Feuerlöscherkennzeichnung: ein rotes Quadrat, darin ein großes, rotes "F" auf weißem Grund. Dieses Zeichen ist heute nicht mehr zugelassen und muss durch das besser verständliche Piktogramm ausgestauscht werden. Nehmen Sie Feuerlöscher niemals zum Spaß von der Wand oder aus dem Feuerlöscherschrank - manchmal ist mit der Entnahme des Feuerlöschers ein automatischer Feueralarm gekoppelt.

Wichtige Regeln für den Feuerlöscher-Einsatz

REGEL 1: Löschen Sie immer mit, aber niemals gegen die Windrichtung. So können Sie nicht nur mehr erkennen, ihnen bleibt auch das Einatmen des giftigen Brandrauches erspart. Und auch das Löschpulver des Feuerlöschers "staubt" und ist beim Einatmen nicht unbedingt "gesundheitsfördernd".

REGEL 2: Beginnen Sie Ihren Löschangriff stets von vorne unten. Das gilt gerade bei Flächenbränden. Wird ein Feuerlöscher einfach nur "drauf gehalten", können sich die Flammen seitwärts ausbreiten.

REGEL 3: Tropf- oder Fließbrände (z.B. aus Tanks- oder Leitungen) immer von oben nach unten löschen. Sonst fließt immer brennende Flüssigkeit in die Flammen nach.

REGEL 4: Sollten Sie mehrere Feuerlöscher und Helfer zur Hand haben, löschen Sie nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Gemeinsam sind Sie stark - und ein Entstehungsbrand hat keine Chance.

REGEL 5: Auch wenn das Feuer vermeintlich gelöscht ist - behalten Sie die Brandstelle im Auge. Möglicherweise kommt es zu einer Rückzündung.

REGEL 6: Unmittelbar nach dem Gebrauch müssen Feuerlöscher immer von Fachpersonal (siehe z.B. "Gelbe Seiten") aufgefüllt und gewartet werden. Das gilt auch, wenn nicht das gesamte Löschmittel verbraucht wurde. Erst dann dürfen die Löscher wieder aufgehängt oder aufgestellt werden.

 

Was Sie über Feuerlöscher wissen müssen

Letzter Prüftermin: Werkskontrolle im November 1983. Dieser Löscher darf ohne Prüfung nicht eingesetzt werden! Das Pulver dürfte verhärtet sein.

Sie sind der stolze Besitzer eines Feuerlöschers? Das ist sehr gut. Wissen Sie aber auch, wann Ihr Feuerlöscher zum letzten Mal gewartet wurde? Nein? Vielleicht noch nie? Das sollten Sie so schnell wie möglich ändern. Insbesondere Pulverlöscher müssen alle zwei Jahre geprüft werden. Ansonsten kann das Löschmittel verhärten, das Gerät wäre im Ernstfall nutzlos.

Jeder Feuerlöscher trägt das Datum der Endkontrolle (siehe Bild rechts). Wird er gewartet, wird darüber ein Prüfsiegel mit dem letzten Kontrolldatum aufgeklebt. Bitte prüfen Sie dieses Siegel oder das Endkontrolldatum. Feuerlöscher-Wartungsfirmen finden Sie z.B. in den "Gelben Seiten".

 

Die feinen Unterschiede...

Im Baumarkt oder gelegentlich als Schnäppchen werden überwiegend ABC-Pulverlöscher für den Haushalt angeboten. Die Buchstaben "A, B und C" stehen für die verschiedenen Brandklassen, die mit dem Löscher bekämpft werden können. Denn: Feuer ist nicht gleich Feuer.

Das bedeuten die Brandklassen:

  • BRANDKLASSE A: Feste Stoffe, Verbrennung mit Glutbildung. Dazu zählen zum Beispiel Holz, Papier, Stroh, Kohle, Autoreifen oder Textilien.

  • BRANDKLASSE B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen. Zum Beispiel Kraft- oder Schmierstoffe, Fette, Lacke, Alkohol, Kerzenwachs, PVC, Teer, Paraffin.

  • BRANDKLASSE C: Brennende Gase, zum Beispiel Propan, Methan, Wasserstoff, Erdgas, Stadtgas, Azetylen.

  • BRANDKLASSE D: Brennende Metalle, wie zum Beispiel Magnesium, Aluminium, Kalium, Natrium, Lithium.

  • BRANDKLASSE E: Diese Klasse gibt es nicht mehr - dies war einst die Brandklasse für Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen (bis 1000 Volt)

  • BRANDKLASSE F: Brände von Speiseölen und -fetten (pflanzliche oder tierische Öle und Fette) in Frittiergeräten und anderen Kücheneinrichtungen.

Sie sehen, ein ABC-Löscher kann bis auf Metallbrände nahezu jedes Feuer bekämpfen. In Pulverausführung ist er zudem recht preiswert. Pulverlöscher haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Wie der Name schon sagt, versprühen diese ein backpulverähnliches Löschmittel. Das dringt so ziemlich in jede Ritze und Pore ein und lässt sich nur schwer entfernen. Oft richtet das aufwirbelnde Löschmittel mehr Schaden an, als die Flammen selbst. Ganz besonders in Wohnbereichen sowie in Räumen, in denen viel Technik (Computer, Fernseher, etc.) stehen.

Sofern es Ihr Geldbeutel zulässt, sollten Sie deshalb prüfen, ob ein Schaum- oder evtl. ein Wasserlöscher für Ihre Zwecke ausreichen. Schaumlöscher sind in der Regel teurer, doch dieses Löschmittel lässt sich wesentlich einfacher entfernen. Für welchen Einsatzweck benötigen Sie Ihren Feuerlöscher? Vergleichen Sie selbst, lassen Sie sich ggf. von Fachfirmen beraten.

Und vergessen Sie nicht: Lieber einen preiswerten, geprüften Feuerlöscher, als gar keinen!


Welcher Feuerlöscher löscht was?

Brandklasse A Brandklasse B Brandklasse C Brandklasse D
ABC-Pulverlöscher Ja  Ja Ja Nein
Pulverlöscher (Metall)  Nein Nein Nein Ja
Pulverlöscher (Spezial) Nein Ja Ja Nein
Schaumlöscher Ja Ja * Nein Nein
Wasserlöscher Ja Nein Nein Nein
Kohlendioxidlöscher  Nein Ja Nein Nein

 * ACHTUNG: Schaumlöscher dürfen nicht zur Fett- oder Ölbrand-Bekämpfung eingesetzt werden, es sei denn, es handelt sich um spezielle Fett-/Ölbrand-Feuerlöscher. Herkömmliche Schaumlöscher enthalten Wasser, was bei der Zumischung in brennendes Fett zu einer Fettexplosion führt!

 
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Sollten Sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnen, ist es um so wichtiger, rechtzeitig die richtigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Staat und Komunen treffen gewisse Schutzmaßnahmen und Vorbereiten um möglichst große Schadenslagen zu verhindern. Das Eintreten einer solchen "Katastrophe" ist einer höheren Macht unterstellt und kann nie ausgeschlossen werden. Daneben kann auch jeder einzelne für sich selber gewisse Vorsorgen treffen, um größere Schäden zu vermeiden. Um insbesondere die Gefährdung in Wohnbereichen einschätzen zu können, sollten Sie zunächst die für Sie kritische Hochwassermarke (ggf. über Ihre Gemeinde) abklären. Gleiches gilt für die zu erwartenden Grundwasserstände.

Sollten Sie in einem hochwassergefährdeten Gebiet wohnen, ist es um so wichtiger, rechtzeitig die richtigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Staat und Komunen treffen gewisse Schutzmaßnahmen und Vorbereiten um möglichst große Schadenslagen zu verhindern. Das Eintreten einer solchen "Katastrophe" ist einer höheren Macht unterstellt und kann nie ausgeschlossen werden. Daneben kann auch jeder einzelne für sich selber gewisse Vorsorgen treffen, um größere Schäden zu vermeiden.

Um insbesondere die Gefährdung in Wohnbereichen einschätzen zu können, sollten Sie zunächst die für Sie kritische Hochwassermarke (ggf. über Ihre Gemeinde) abklären. Gleiches gilt für die zu erwartenden Grundwasserstände.

Wichtig zu wissen ist, dass bei schlimmen Schadenslagen die Versorgung von Strom, Trinkwasser und Lebensmitteln beeinträchtig werden kann. Jedoch können sie mit Beachtung der folgenden Hinweise die für sich optimalen Vorsorgemaßnahmen treffen, um eine eintretende Hochwassersituation gut durchstehen zu können.

 

Vor dem Hochwasser

Bauvorsorge betreiben

  • Hochwassergefährdete Stockwerke und Gebäudeteile angepasst nutzen

  • Hochwasserverträgliche Baumaterialien verwenden

  • Versorgungseinrichtungen (Heizanlage, Strom, Wasser) unter Berücksichti-gung der Hochwassergefahr planen oder umbauen

Vorbereitende Maßnahmen treffen

  • Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten ge-fährdeter Räume anschaffen Heizöltank sichern (Verankerung oder Ballastierung gegen Aufschwimmen) und Tanks verwenden, die für “Wasserdruck von außen” geeignet sind (vgl. Merkblatt des bayerischen Umweltministeriums)

  • Absperrmöglichkeiten von Leitungen vorbereiten

  • Gefährliche Stoffe oder Chemikalien rechtzeitig auslagern

  • Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen planen (z.B. durch “Eva-kuierung” zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone)

  • Evakuierung von Tieren planen/vorbereiten

  • Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch Mobilfunknetz ausfallen: Daher mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen absprechen

  • Alle Familienmitglieder über die getroffenen Vorsorgemaßnahmen (v.a. Hauptschalter und Absperrventile, richtiges Verhalten, Dokumentensiche-rung usw.) informieren Mit allen Familienmitgliedern die Aufgabenverteilung im Ernstfall absprechen

Wenn sich ein Hochwasser ankündigt

  • Aktuelle Wettermeldungen und Hochwassernachrichten und -warnungen über die Rundfunksender, die Videotexttafeln von Fernsehsendern ihres Sendegebiets und ggf. Internet verfolgen

  • Gefährdete Gewässer- und Uferbereiche verlassen, Warnungen vor Vorabsen-kungen von Talsperren und Stauanlagen und künstlichen Hochwasserwellen be-achten

  • Ggf. Mitbewohner oder Nachbarn, die gerade nicht vor Ort sind, informieren

  • Getroffene Vorsorgemaßnahmen überprüfen und ergänzen

  • Wichtige Telefonnummern aktualisieren und griffbereit halten

  • Gefährdete Räume leer räumen

  • Gefährdete Türen, Fenster, Abflussöffnungen usw. abdichten

  • Heizungen und elektrische Geräte in bedrohten Räumen sichern bzw. abschalten (Stromschlaggefahr entsteht bereits bei Kondenswasser! Tiefkühltruhe berück-sichtigen)

  • Hausentwässerungsanlagen und Rückstauklappen im Keller überprüfen

Während eines Hochwassers

  • Menschen vor Sachwerten

    • Menschenrettung geht der Erhaltung von Sachwerten immer vor!

    • Keine Rettungsversuche ohne Eigensicherung, rufen Sie Hilfe!

    • Bei Gefahr von Überschwemmungen keinesfalls in Keller oder Tiefgaragen gehen!

    • Kinder aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit bringen!

    • Uferbereiche nicht betreten. Hier besteht Unterspülungs- und Abbruchge-fahr! Gleiches gilt für überflutete/teilüberflutete Straßen: Absperrungen be-achten und Anweisungen der Gemeinde und Einsatzkräfte unbedingt Folge leisten!

    • Auf Hochwasser führenden Gewässern nicht mit Privatbooten „spazieren“ fahren (Wellenbildung und Gefahr von Hinderniss

  • Vorsicht bei Kraftfahrzeugen

    • Keine überfluteten Straßen durchfahren! Dringt Wasser in den Motorraum, droht erheblicher Schaden; die Betriebstemperatur eines Katalysators liegt bei rund 700°C, plötzliche Abkühlung kann zum Zerspringen des Keramik-kopfes führen.
    • Steht das Fahrzeug bis zur Ölwanne oder über die Räder im Wasser, keines-falls starten, sondern abschleppen und in Werkstatt überprüfen lassen

Nach dem Hochwasser

  • Wasserreste und Schlamm entfernen, betroffene Räume jedoch erst leer pum-pen, wenn das Hochwasser abgeflossen und der Grundwasserspiegel ausrei-chend gesunken ist (Gefahr durch Auftrieb und Wasserdruck)

  • Fußbodenbeläge und Verkleidungen zur Kontrolle entfernen oder öffnen

  • Betroffene Bereiche schnellstmöglich trocknen, um Bauschäden, Schimmelpilz-befall oder anderen Schädlingsbefall zu verhindern

  • Beschädigte Bausubstanz überprüfen lassen (Statik)

  • Vom Hochwasser betroffene elektrische Geräte und Anlagen vor Inbetriebnahme vom Fachmann überprüfen lassen

  • Heizöltanks auf Schäden überprüfen

  • Feuerwehr verständigen, wenn Schadstoffe (z.B. Pflanzenschutzmittel, Farben, Lacke, Reiniger, Heizöl) freigesetzt wurden. Eigene Maßnahmen (Ölbindemittel) nur in Absprache mit der Feuerwehr vornehmen.

  • Räume, in denen gearbeitet wird, gut belüften. Bei freigesetzten Schadstoffen nicht Rauchen und offenes Feuer vermeiden.

  • Obst, Gemüse oder Salat aus überschwemmten Gebieten nicht verzehren

  • Bei dicken Ölschlammschichten in Gärten oder auf Feldern das Landratsamt bzw. das Amt für Landwirtschaft verständigenInformationen zu möglichen Badeverboten beachten.

 
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Polizei

Feuerwehr

Notarzt und Rettungsdienst

Krankentransport

 

Ärztlicher Bereitschaftsdienst Bayern

Hausärztlicher Notdienst

Zahnärztlicher Notdienst

Apothekennotdienst

Giftnotruf

 

Notrufzentrale - Wasser

Notrufzentrale -Strom

Notrufzentrale -Gas

110

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0172 / 8 64 18 35

08191 / 2 93 31

0800 / 1 82 83 84

 
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 "Brennen? Was soll bei mir schon brennen?" So denken viele Menschen in Deutschland. Das Haus ist aus Beton, Kerzen werden nie angesteckt, wir sind sehr vorsichtig - warum sollte ausgerechnet die eigene Wohnung in Flammen aufgehen? Gehören Sie auch zu denen, die so denken? Dann sollten Sie hier unbedingt weiterlesen!

 

Verschiedene Rauchmelder: Auch gute, VdS-zertifizierte Modelle sind günstig erhältlich.

  • Rund 600 Menschen kommen jedes Jahr in Deutschland bei Bränden ums Leben!

  • 80 Prozent dieser Opfer sterben in Ihrer eigenen Wohnung!

  • Ein Drittel der Opfer sind Kinder!

  • Die Mehrzahl der rund 200.000 Brände in Privathaushalten jedes Jahr werden durch technische Defekte ausgelöst (Kabelbrände, Kurzschlüsse, usw.)!

  • 95 Prozent der Brandtoten sterben nicht durch die Flammen, sie ersticken im giftigen Qualm!

Wenn Sie jetzt denken...

...macht nichts, wenn es dann doch brennt, dann kriege ich das mit. Das riecht man ja - und mein Hund oder meine Katze macht mich schon endgültig wach, dann sind Sie schon wieder auf dem Holzweg.

Bei einem Brand bilden sich die geruchlosen Gase Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, die Sie unbemerkt im Schlaf inhalieren. Wenige Atemzüge, mit denen Sie das Gas in ihre Lunge transportieren, sind tödlich! Sie sterben in knapp zwei Minuten!

 

Wir empfehlen Ihnen...

Schaffen Sie sich sofort Rauchmelder an - und montieren Sie diese auch umgehend. Rauchmelder sind die einzig verlässlichen Instrumente, die einen Brand frühzeitig erkennen können und mit einem unüberhörbaren Alarmsignal (ca. 90 Dezibel) signalisieren. So bleibt Ihnen noch genug Zeit, Ihre Familie und sich selbst in Sicherheit zu bringen! 

 

Bezahlbare kleine Lebensretter

Mittlerweile sind die etwa untertassengroßen Lebensretter recht preiswert (in manchen Baumärkten oder Supermarkt-Discountern schon ab fünf bis zehn Euro) zu haben. Um sicherzugehen, dass Sie einen vernünftigen Melder erwerben, achten Sie bitte auf das "VdS"-Prüfsiegel. Diese Melder wurden vom "Verband der Sachversicherer" (VdS) geprüft, sie schlagen auch schon bei niedrigen Rauchkonzentrationen an - was bei manchem Billig-Import aus Fernost nicht immer gewährleistet ist. Aufwändige Bauarbeiten sind zudem nicht notwendig - oft genügt ein Stück starkes Doppelklebeband, und der Melder hält an der Decke. Außerdem gibt es intelligente Magnetpatente, die den Rauchmelder ohne große Montage festhalten.

Für einen Mindestschutz benötigen Sie einen Rauchmelder vor jedem Schlafzimmer. Sollten Sie in einem mehrgeschossigen Gebäude wohnen, muss in jedes Stockwerk mindestens ein Rauchmelder. Für optimalen Schutz ist jedoch ein Rauchmelder in jedem Raum sinnvoll (und immer noch bezahlbar!). Ausgenommen sind Räume, in denen sich viel Dampf oder Staub entwickelt. Einfache Rauchmelder werden per Batterie betrieben. Geht die Energie zur Neige, meldet sich das Gerät frühzeitig mit einem kurzen Erinnerungspiep. Nicht zu laut und nervig, aber auf Dauer in einem Raum auffällig.

Viele Rauchmeldertypen sind untereinander vernetzbar, zum Teil per Kabel, zum Teil per Funk (Tandemalarm: ein Rauchmelder löst aus und gibt ein Funksignal weiter, so dass jeder Melder im Gebäude alarmiert wird). Eine solche Vernetzung empfiehlt sich ganz besonders, wenn Sie Kinder im Haus haben. Es gibt sogar Lösungen, bei denen Sie im Brandalarmfall umgehend eine automatische "Feuermeldung" auf's Handy oder per Telefon an die Nachbarn konfigurieren können. Informationen dazu finden Sie im Elektronikhandel.

 

Weitere, umfassende Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Website der Aufklärungskampagne "Rauchmelder - Lebensretter".

 

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