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Ein Turm ist in Kaufering dann nicht mehr nötig - (ger)

Die Kauferinger Feuerwehr soll eine neue Schlauchpflegeanlage bekommen. Einen entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Marktgemeinderat jetzt gefasst. Kommandant Markus Rietig stellte dem Gremium die Überlegungen der Feuerwehr zu dieser Sache vor. Er verwies vor allem auf das Alter der vorhandenen Schlauchpflegeanlage, die rund 30 Jahre alt ist, was etwa die Ersatzteilbeschaffung zunehmend erschwere.

Von einer neuen Schlauchpflege erwarte man sich einen vierfachen Zusatznutzen: Das Wasser zum Prüfen und Waschen fließe nicht mehr in den Kanal ab, sondern könne wiederverwendet werden, die neue Anlage könne von einer Person allein bedient werden – bisher seien dafür mindestens zwei Personen nötig –, der mit warmem Wasser gewaschene und dann ausgepresste Schlauch sei gleich wieder einsatzbereit und müsse nicht mehr im Turm aufgehängt und getrocknet werden. Außerdem erzeuge die jetzige Anlage nicht mehr den nunmehr erforderlichen Prüfdruck von 16 bar.

Im Gemeinderat gab es dazu aber auch Einwände: So machte Feuerwehrreferent Gerhard Forster (UBV) allgemeine, aus der Praxis gespeiste Bedenken geltend und plädierte dafür, erst einmal nur eine stärkere Pumpe zu kaufen. Dr. Patrick Heißler (GAL) bezweifelte, ob eine neue Schlauchpflege schon so dringend sei und riet dazu, erst einmal eine Gesamtplanung vorzulegen, auch im Hinblick auf einen etwaigen Gerätehausneubau.

Am Ende setzten sich aber die Stimmen durch, die dazu aufriefen, „dem Kommandanten Vertrauen zu schenken“, wie es Manfred Huber (Kauferinger Mitte) formulierte. Forsters Antrag, den Grundsatzbeschluss zu vertagen, wurde mit 14:5 Stimmen abgelehnt.

Im Haushalt sind für diese Investition rund 60000 Euro veranschlagt. Die Gemeinde rechnet mit einer staatlichen Förderung von knapp 20000 Euro. (ger)

Quelle: Landsberger Tagblatt

 

 

 

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