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Brandschützer halten Rückschau und heimsen viel Lob ein. Spürbar mehr im Einsatz als im Vorjahr - Von Ludwig Herold

Mit 120 Einsätzen – davon 37 nachts und 83 tagsüber – erwies sich das abgelaufene Jahr 2015 für die Freiwillige Feuerwehr Kaufering um 20 Prozent belastender als das Jahr davor. Denn 2014 wurden Kommandant Markus Rietig und sein Stellvertreter Björn Hiekel mit ihrer Mannschaft „nur“ 100-mal zum Einsatz gerufen.

Wie Rietig auf der Jahreshauptversammlung zudem deutlich machte, sei das Berichtsjahr 2015 für die Aktiven auch durch „verwaltungstechnische Arbeiten geprägt“ gewesen. Stichwort: Erstellung der Personalfragebogen für den Feuerwehrbedarfsplan. Sämtliche erfassten Daten seien von einem Experten ausgewertet, analysiert und zu einem 250 Seiten dicken Band zusammengefasst worden. „Dieses Werk“, so Rietig, „bildet nun die Planungsgrundlage für die nächsten Jahre.“ Der Bedarfsplan sei dann Ende Oktober im Marktgemeinderat vorgestellt und von diesem Ende November als „verbindlich“ eingestuft worden. Hintergrund dieses verwaltungstechnischen Aufwandes ist, so der Kommandant weiter, „die Notwendigkeit der Beschaffung eines Löschfahrzeuges (LF 10) sowie die Sanierung des derzeitigen Feuerwehrhauses oder ein Neubau.

 

Bürgermeister Erich Püttner hatte sich zu diesem Thema bereits bei seiner Begrüßung geäußert und dabei deutlich gemacht, dass hierzu ein neutrales Gutachten darüber befinden soll. Ziel sei es jedenfalls, „bis zum Sommer eine Entscheidung auf den Weg zu bringen“, so der Rathauschef der auch betonte: „Was der Bedarfsplan überdies ganz klar zum Ausdruck bringt, ist der von neutraler Seite gegebene Hinweis, dass die Feuerwehr Kaufering ein extrem hohes Niveau besitzt, was die ständige Bereitschaft und die fachliche Ausbildung betrifft“. Dafür spreche er den Aktiven „ein ganz großes Danke“ aus.

Dass die gelobte Ausbildungsqualität auch beim Nachwuchs einen besonderen Stellenwert besitzt, machte danach in seinem Bericht auch Jugendwart Domenec Jakob anhand von den 2015 durchgeführten Maßnahmen deutlich.

Den Dank für die geleistete Arbeit „über Kaufering hinaus“ zollte am Ende der Kreisbrandmeister Thomas Schmid den Gastgebern: „Es ist nicht selbstverständlich bei einer Alarmierung alles Stehen und Liegen zu lassen“, bestätigte er ihnen, aber auch den anwesenden Mitgliedern des Marktgemeinderates. Diese Feststellung, so Schmid weiter, gelte besonders in der heutigen Zeit, „wo der Beruf und die Freizeit im Vordergrund stehen“.

Angesichts der vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung werde es immer schwieriger junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern. Umso mehr freue er sich darüber, dass die Jugendwarte der Kauferinger Wehr „alles daran setzen, den starken Personalstand aufrecht zu erhalten“.

Bevor Kommandant Rietig die Versammlung mit dem Spruch der Feuerwehrfahne „Helfen in der Not ist unser Gebot!“ beendete, bedankte er sich bei seinem Team ebenso, wie bei den Firmen und Arbeitgebern für die Freistellung ihrer Mitarbeiter zur Teilnahme am Feuerwehrdienst. In den Dank für das stete Miteinander schloss er auch die Kreisbrandinspektion, die Polizei, die befreundeten Feuerwehren und Gönnern, besonders die Familien und Angehörigen mit ein, „die diesen nicht immer einfachen Feuerwehrdienst mittragen müssen“.(her)

Quelle: Landsberger Tagblatt

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