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Die Pause des Zugverkehrs macht’s möglich: Die Helfer proben auf dem Bahndamm den Ernstfall - Von Alwin Reiter

Ein Zug ist mit einem Auto zusammengestoßen, im Pkw sind Menschen eingeklemmt und es gibt Verletzte im Zug auf dem Bahndamm – so lautete am Montagabend das Szenario einer Übung westlich von Geltendorf in Höhe des Nebel-Hofs. Ein realitätsnahes Drehbuch: 2009 war bei Schwabhausen ein Auto auf einen fünf Meter höheren Bahndamm katapultiert und vom Zug erfasst worden.

Da die Strecke nach Kaufering derzeit wegen zweier Brückenbaustellen gesperrt ist, konnten die Feuerwehren von Geltendorf, Eresing, Schwabhausen und Kaufering die Situation mit einem Zug, der mitten im Wald auf einem Bahndamm steht, durchspielen. Verantwortlich für das Szenario war Kreisbrandmeister Ewald Kapfhammer aus Geltendorf, im Einsatz waren rund 100 Feuerwehrleute. Die DB-Regio hatte einen Triebwagen zur Verfügung gestellt, das Auto brachte der Abschleppunternehmer Michael Kemény. Kreisbrandrat Johann Koller ist „hochzufrieden, wie es abgelaufen ist“, die Feuerwehren hätten hervorragend zusammengearbeitet.

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Übungsdrehbuch: Zug fährt in Auto - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Uebungsdrehbuch-Zug-faehrt-in-Auto-id31829262.html

Einsatzleiter war der Geltendorfer Kommandant Hans Georg Liegsalz.. Eine Herausforderung sei das Gelände gewesen, die ganzen Einsatzgeräte hätten die Böschung hochgebracht werden müssen. Schwer zu schleppen hatten die Einsatzkräfte beispielsweise am Spreizer, wie zu beobachten war. Und es war kräftezehrend, die Verletzten mit der Trage aus dem Zugabteil zu holen und den Damm hinunterzutragen. Kapfhammer erläuterte bei der Nachbesprechung, dass es noch steilere und höhere Dämme gebe.

Zur Ausrüstung des Abrollcontainers „Rüst/Bahn“ der Kauferinger Wehr zählt auch ein Rollwagen, auf dem sich Material, aber auch Verletzte über die Schienen schieben lassen. „Man braucht sich nur einen Unfall auf der Kauferinger Eisenbahnbrücke vorstellen“, erläutert Liegsalz, warum ein solches Gerät wichtig ist. Die Geltendorfer Wehr war nicht die erste am Einsatzort, da sie wegen der Baustelle nicht die Bahnhofstraße nutzte, wie Liegsalz sagt. Im Ernstfall würde die Feuerwehr aber mit Blaulicht durchfahren. Die Geltendorfer haben schon Einsätze auf den Gleisen geübt, doch dies war immer auf dem Abstellgleis im Bahnhof und somit in der Ebene geschehen, aber „ein Zug in der freien Landschaft ist schon etwas anderes“, meint der Kommandant.

Wichtig gewesen sei für ihn als Einsatzleiter, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und die Aufgaben einzuteilen. Abschnitte wurden gebildet, beispielsweise für die Rettung der Verletzten aus dem Auto und aus dem Zug sowie auch die Einrichtung einer Verletztensammelstelle. Die jeweiligen Gruppen- oder Zugführer arbeiten dann laut Liegsalz selbstständig. Eine Nachbesprechung wird es noch geben, denn es gibt immer Punkte, die es zu verbessern gilt, „darum machen wir solche Übungen“.

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Übungsdrehbuch: Zug fährt in Auto - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Uebungsdrehbuch-Zug-faehrt-in-Auto-id31829262.html

Quelle: Landsberger Tagblatt

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